Gesundheitsförderung

Mehr als ein Viertel aller Schweizer Erwerbstätigen gibt laut dem Job-Stress-Index von Gesundheitsförderung Schweiz (2018) an, am Arbeitsplatz mehr Stressoren als Ressourcen vorzufinden. Ebenso viele Berufstätige bezeichnen sich als ziemlich oder sogar stark erschöpft. Mit Stress und Erschöpfung gehen Beschwerden, wie Depressionen, Schlafstörungen und chronische Krankheiten einher.

Der oben erwähnte Job-Stress-Index berücksichtigt die momentan für viele Menschen schwierige und von Unsicherheit und Zukunftsängsten geprägte Gegenwart noch nicht, was bedeutet, dass die Zahlen bei der nächsten Erhebung höchstwahrscheinlich ansteigen werden.

Der in der Schweiz durch das Arbeitsgesetz verankerte Arbeitsschutz verpflichtet Unternehmen dazu, „alle Massnahmen zum Schutze der Gesundheit der Arbeitnehmenden zu treffen“. Oftmals re-agieren Unternehmen erst bei Handlungsbedarf auf bestehende Risikofaktoren, was einer pathogenetischen Sichtweise, im Sinne von „die Mitarbeitenden sollen nicht krank werden“ entspricht.

Die Gesundheitsförderung und damit der salutogenetische Ansatz, im Sinne von „die Mitarbeitenden sollen gesund bleiben“, ist in unserem Land nicht gesetzlich verankert, erfolgt meist auf freiwilliger Basis und wird oftmals jedem Einzelnen überlassen.

Wenngleich sich eine steigende Anzahl an Unternehmen mit der Umsetzung und Implementierung eines umfassenden betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) – unter Einbezug von Gesundheitsschutz und -Förderung – auseinandersetzt, tun wir gut daran, die individuelle Gesundheitskompetenz zu steigern und Eigenverantwortung für unsere Gesundheit zu übernehmen.

Ein artgerechter Lebensstil, mit entsprechender Ernährung, ausreichend Bewegung und Motivation, im Sinne von „Wissen, wie etwas funktioniert und warum es so funktioniert“ können zu einem erhöhten Wohlbefinden und mehr Lebensfreude führen.